Universität KonstanzExzellenzcluster: Kulturelle Grundlagen von Integration

Neuerscheinung: Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Von Albrecht Koschorke

22. Februar 2016

Cover

Zur Poetik des Nationalsozialismus
Berlin: Matthes & Seitz 2016
Zitation

Seit Anfang 2016 ist Adolf Hitlers „Mein Kampf“ im Rahmen einer wissenschaftlich kommentierten Edition zum ersten Mal seit Kriegsende wieder in Deutschland zu kaufen. Die Veröffentlichung bietet Anlass, aufs Neue den furchtbaren Erfolg der „Bibel der Nazis“ zu ergründen. Es ist nämlich keinesfalls klar, warum das politisch wirre, peinlich geifernde und eigentlich nicht ernstzunehmende Machwerk eine solche Wirkung erzielen konnte.

Angesichts offensichtlicher inhaltlicher Absurditäten, die auch schon zu Zeiten der Originalveröffentlichung bemerkt wurden, nähert sich Albrecht Koschorke dem Buch mit literaturwissenschaftlichem Instrumentarium. Welche Erzählstrategien hat Hitler benutzt, welche Lesepraxis hat er angeregt? Und was hat es damit auf sich, dass das Buch trotz enormer Verbreitung kaum gelesen wurde? Der literaturwissenschaftliche Blick enthüllt, dass es Hitler entgegen allem Anschein nicht in erster Linie um die fanatische Verbreitung einer Wahrheit ging, sondern darum, Anhänger wie Gegner zu einer Reaktion zu zwingen. (Verlag)

In den Medien

Hitlers Manual
Wahnwelt. Der Germanist Albrecht Koschorke hat „Mein Kampf“ analysiert: Das Buch war so anziehend, weil die Thesen wirr waren. Von Nils Markwardt
Der Freitag, Literaturbeilage, 17. März 2016

Doppelt hetzt besser
Wie der Führer parallel für die Masse und die Elite formulierte: Albrecht Koschorkes Rhetorik-Analyse von Hitlers "Mein Kampf" füllt eine Forschungslücke. Von Wolfgang Schneider
Die Welt, 12. März 2016

Ist das der erste Liminalroman?
Ein Millionenpubikum hat „Mein Kampf“ nur auszugsweise gelesen. Albrecht Koschorke wertet das Buch dennoch als „große Erzählung“ – und damit als Fall für eine Literaturwissenschaft der politischen Mythen. Von Jürgen Kaube
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. März 2016

Berserkerhaft in die Kofferschreibmaschine getippt
Gespräch über „Mein Kampf“. Der Germanist Albrecht Koschorke über die ermüdende Rhetorik des Buchs und die Sprach-Nostalgie von Pegida. Interview von Anne Haeming
Spiegel Online, 6. März 2016

„‚Mein Kampf‘ ist eine Anleitung, wie man die Massen gewinnt“
Radikalisierer profitieren von Populisten, sagt Literaturwissenschaftler Albrecht Koschorke. In einer Analyse von Hitlers „Mein Kampf“ zeigt er, wie Ideologie funktioniert, und zieht Parallelen zum politischen Diskurs heute. Interview von Karin Janker
Sueddeutsche.de, 22. Februar 2016

Tricks und Effekte der Propaganda
Albrecht Koschorke: Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Von Wolfgang Schneider
Deutschlandradio Kultur, Lesart, 18. Februar 2016

„Eine Gebrauchsanweisung für erfolgreiche Ideologie“
Albrecht Koschorke im Gespräch mit Jörg Magenau
Deutschlandradio Kultur, Lesart, 8. Februar 2016

Lektüreempfehlung in: Böse Bücher von Claudia Mäder
Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 30. Januar 2016

Prof. Dr. Albrecht Koschorke lehrt Deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Er ist maßgeblich beteiligter Wissenschaftler und Mitglied des Vorstands des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“.


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