Universität KonstanzExzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Albrecht Koschorke erhält den Philosophischen Buchpreis 2016

12. Juli 2016

Albrecht Koschorke

Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Albrecht Koschorke wird für sein Buch „Hegel und wir. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2013“ (Suhrkamp Verlag 2015) mit dem Philosophischen Buchpreis 2016 ausgezeichnet. Das Thema des diesjährigen Buchpreises lautet „Sehnsuchtsort Europa“.

Aus der Begründung:

„Mit seinem Buch ‚Hegel und wir‘ setzt Albrecht Koschorke die Frage nach einem Europa-Narrativ für die Gegenwart auf die philosophische Agenda. Gekonnt versteht es Koschorke, im vergleichenden Blick auf die Geschichtsphilosophie Hegels und die Gegenwart die Frage nach den Chancen und Grenzen eines Europa-Narrativs auszuloten.

Vor dem Hintergrund dieser Großerzählung legt Koschorke den Blick auf die Aufgabe für Europa heute frei. Europas Zukunft ist nicht die Zukunft einer Großnation, seine Narrative sind postheroisch grundiert. Es ist der kulturelle Reichtum Europas, so Koschorke, der das Potential bietet, ‚sich in der Welt der vielen Geschichten, großen und kleinen, neu zu erfinden – als weltoffenes, abgrenzungsschwaches, unfertiges Zukunftsprojekt‘. Es gelingt Koschorke, der Leserin/dem Leser mit sprachlicher Eleganz die Anziehungskraft und politische Bedeutung von Sinndiskursen vor Augen zu führen. Ein wichtiges Buch in dürftiger Zeit.“

Der Philosophische Buchpreis wird alle zwei Jahre vom Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (fiph) vergeben. Damit möchte das fiph die Aufmerksamkeit auf drängende philosophische Gegenwartsfragen lenken. Die Nominierung der Titel erfolgt durch die Buchverlage. Ausgezeichnet wird jeweils die beste Neuerscheinung der letzten drei Jahre zu einem aktuellen Themenbereich der praktischen Philosophie.

Der Preis, der mit 3000 € dotiert ist, wird in einer öffentlichen Feier am Freitag, den 9. September 2016 in der Dombibliothek Hildesheim überreicht. Die Laudatio wird die Philosophin Prof. Dr. Birgit Recki (Universität Hamburg) halten.

Frühere Preisträger:

  • 2014 Dr. Sascha Dickel (TU München): Enhancement-Utopien. Soziologische Analysen zur Konstruktion des Neuen Menschen. Baden-Baden: Nomos 2011.
  • 2012 Prof. Dr. Avishai Margalit (Jerusalem/Princeton): Über Kompromisse und faule Kompromisse. Berlin: Suhrkamp 2011.
  • 2010 Prof. Dr. Andreas Lienkamp (Osnabrück): Klimawandel und Gerechtigkeit. Eine Ethik der Nachhaltigkeit in christlicher Perspektive. Paderborn: Schöningh 2009.

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