Universität KonstanzExzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Neuerscheinung: Erinnern und Erzählen im frühen Mittelalter. Von Uta Goerlitz

10. Oktober 2016

Cover

Überlegungen zum althochdeutsch-lateinischen Modus ‚De Heinrico‘
Heidelberg: Winter 2016
Zitation

Das althochdeutsch-lateinische Lied ‚De Heinrico‘, das in der berühmten Cambridger Liedersammlung überliefert ist, stellt ein herausragendes Beispiel volkssprachiger Hofdichtung in der Literaturperiode der Ottonen im 10. und frühen 11. Jahrhundert dar. Die dominant germanistische Forschung hat den Modus bisher fast ausschließlich aus historisch-philologischer Perspektive untersucht. Wesentliche Punkte, die auch bereits die Ebene der sprachlichen Verfasstheit des Textes betreffen, sind dabei unklar geblieben.

Weiter führt demgegenüber erst die Kombination mit neueren literatur- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen, wie sie in dieser Monographie systematisch vorgenommen wird. Sie lässt ‚De Heinrico‘ in einem teils überraschend neuen Licht erscheinen, in dem unter anderem die bisher in wesentlicher Hinsicht verkannten quasi-liturgischen Bezüge des Liedes deutlich werden. Insgesamt wird das mosaikartige Bild der literaturgeschichtlichen Forschung zu den Formen, Inhalten und Kontexten erinnernden Erzählens im frühen Mittelalter um eine wichtige Dimension bereichert, die auch interdisziplinär Relevanz besitzt. (Verlag)

Die Germanistische Mediävistin PD Dr. Uta Goerlitz (LMU München) hat von 2010 bis 2012 in Konstanz die Professur für Deutsche Literatur mit Schwerpunkt Mittelalter vertreten und 2012 ein Projekt am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ geleitet. Zurzeit ist sie Koordinatorin der Forschungsstelle zum Österreichischen Bibelübersetzer an der Universität Augsburg.

Der Exzellenzcluster hat das Erscheinen der vorliegenden Monographie gefördert.


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