Universität KonstanzExzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Neuerscheinung: Postkoloniale Lektüre ukrainischer Gegenwartsliteratur. Von Alexander Kratochvil

31. März 2010

Cover der Zeitschrift

In: Anzeiger für Slavische Philologie. 36 (2010), S. 31-73.
Zitation

Eine postkoloniale Lesart ukrainischer Prosa scheint ungewöhnlich, da sie die Ukraine als Kolonie des russischen Imperiums und später als Quasi-Kolonie innerhalb der Sowjetunion verortet. Genau dies wird aber in den Romanen von auch hierzulande bekannten Autoren wie Jurij Andruchowytsch und Oksana Sabuschko und unbekannten wie Wasyl Koscheljanko oder Oleksander Irwanetz deutlich.

Die Studie geht der Frage nach, wie sich eine postkoloniale Lesart ukrainischer Gegenwartsliteratur in den Rahmen der postkolonialen Theoriebildung fügt. Dabei wird auch untersucht, inwieweit eine als postmodern bezeichnete Prosa postkoloniale Implikationen haben kann und zur Dekolonisierung im kulturellen, auch im sprachkulturellen Bereich beiträgt.

Der Slawist Dr. Alexander Kratochvil forscht im Exzellenzcluster zu „Grenzerzählungen in transnationalen Räumen (Westukraine 19./20. Jahrhundert)“ (mit Prof. Dr. Schamma Schahadat und Katharina Schwitin).


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