Universität KonstanzExzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Neuerscheinung: L’Oeil du Prince. Von Annette Kappeler

14. September 2016

Cover

Auftrittsformen in der Oper des Ancien Régime
München: Fink 2016
Zitation

Die vorliegende Studie behandelt den Wandel der Auftrittsordnung in der französischen Oper in der Zeit des Ancien Régime: Spektakuläre vertikale Herrscherauftritte werden durch der Schwerkraft unterworfene horizontale Auftritte des Volkes abgelöst. Das höfische Leben des Ancien Régime ist auf wirkungsvolle Formen des Erscheinens ausgerichtet. Machthaber präsentieren sich im Rahmen von theatralen und zeremoniellen Auftritten als Herrscher über geographische, soziale und theatrale Räume. Die französische Oper des 17. Jahrhunderts gestaltet diese so genannten Entrées als ein Spektakel, in dem der Herrscher das Geschehen seiner Zeit- und Raumordnung unterwirft.

Die Oper des 18. Jahrhunderts hingegen transformiert oder suspendiert diese spektakulären Herrscherauftritte und ordnet theatrale Bewegungen fortan naturwissenschaftlichen Bewegungsgesetzen unter. Mit den horizontalen Massenauftritten der vorrevolutionären Jahre werden die Herrscherfiguren schließlich (endgültig) von ihrer Position verdrängt. (Verlag)

Dr. Annette Kappeler forscht seit 2013 am Schweizerischen Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) Bildkritik – Macht und Bedeutung der Bilder (eikones). Von 2009 bis 2012 war sie Promovendin am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“, wo die vorliegende Dissertation entstand.


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