Universität KonstanzExzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Neuerscheinung: Wiedererfindung der Tradition. Von Klavdia Smola

21. August 2019

Cover

Russisch-jüdische Literatur der Gegenwart
Bausteine zur Slavischen Philologie und Kulturgeschichte. Reihe A: Slavistische Forschungen - Band 088
Köln: Böhlau 2019
Zitation

Der Kampf sowjetischer Juden um das Recht der Emigration nach Israel führte seit der zweiten Hälfte der 1960er Jahre zu einer jüdischen Kulturrenaissance im Raum des Inoffiziellen. Literatur, die aus der Feder nonkonformer jüdischer Intellektueller in Russland, Israel, Amerika und Deutschland entstand, schöpfte nun erneut aus den jüdischen und judaistischen Kulturquellen und nahm so den jüdischen "cultural revival" der postsowjetischen Periode bis in die Gegenwart vorweg. Diese Rückkehr förderte jedoch nicht nur Poetiken der Erinnerung und Rekonstruktion, sondern auch der imaginativen Subversion und des performativen Bruchs. Diese Studie erschließt das Phänomen der wiedererfundenen Tradition in der russisch-jüdischen Literatur seit den 1960er Jahren im Dialog mit aktuellen Kultur- und Literaturtheorien. (Verlag)

Prof. Dr. Klavdia Smola ist Inhaberin des Lehrstuhls für Slavische Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Dresden. Von November 2017 bis August 2018 war sie Research Fellow des Kulturwissenschaftlichen Kollegs Konstanz, wo sie zum Thema „Kulturelle Gegenöffentlichkeit(en) in Russland: Von der späten Sowjetunion bis zur Gegenwart“ forschte.


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