Universität KonstanzExzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Neuerscheinung: Freier Grund. Von Thomas Weitin

2. September 2013

Cover

Die Würde des Menschen nach Goethes „Faust“. Konstanz: Konstanz University Press 2013
Zitation

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Der Grundsatz aller Menschenrechte klingt wie ein Tabu und hat doch gute Gründe, wie die Faust-Studie von Thomas Weitin zeigt.
Es fällt immer leichter, die Menschenwürde zu schützen, wenn man für das Gute eintreten kann. Das Böse hingegen im Namen der Menschenwürde nicht angreifen zu dürfen, ist eine Zumutung. Davon handelt Goethes Faust, der den Schlüsselsatz der normativen Moderne auf eine harte Probe stellt. Als absolute Metapher, die ihren Schutzbereich auf alle überträgt, verlangt die Menschenwürde, den Menschen selbst dann zu erlösen, wenn ihm nichts heilig ist und er seine grausamen Taten nicht einmal bereut. Der „freie Grund“ des Faust zeigt, dass eine konsequent säkulare Begründung der Menschenrechte möglich und notwendig ist. (Verlag)

Prof. Dr. Thomas Weitin ist Juniorprofessur für „Neuere deutsche Literatur im europäischen Kontext“ an der Universität Konstanz und Co-Leiter des Doktorandenkollegs „Europa in der globalisierten Welt“. Der Exzellenzcluster hat das Erscheinen des vorliegenden Buches gefördert.


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