Universität KonstanzExzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Prix Jean-Baptiste Duroselle für Ann-Sophie Schoepfel

22. Januar 2019

Ann-Sophie Schoepfel bei der Preisverleihung in Paris

Ann-Sophie Schoepfel wurde für ihre Doktorarbeit über Kriegsverbrecherprozesse in Tokio mit dem renommierten Prix Jean-Baptiste Duroselle ausgezeichnet. Die Historikerin ist Mitglied der Balzan-Preis-Forschergruppe am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz, wo sie über „Memory and Exile. The Vietnamese Migration in European Cities“ forscht. Die Forschergruppe wird aus Mitteln des Balzan-Preises finanziert, den Aleida und Jan Assmann 2017 für ihre Arbeit zum Kulturellen Gedächtnis erhalten haben.

Das französische Institut d'Histoire des Relations internationales contemporaines zeichnet einmal im Jahr die besten Forschungsarbeiten in der Geschichte der internationalen Beziehungen mit zwei Preisen aus, und zwar die beste Dissertation und die beste Master-Arbeit. Bei der jüngsten Preisverleihung bekam Ann-Sophie Schoepfel die Auszeichnung für ihre Dissertation „Diplomates et magistrats français en faveur d'une justice internationale 1941-1954“ (betreut von Chantal Metzger).

Die Historikerin promovierte 2017 an der französischen Université de Lorraine. Ihre Doktorarbeit ziehe innovative Vergleiche zu den Nürnberger Prozessen und demonstriere, wie sich Kolonialrecht auf internationales Recht auswirke, indem sie die Strategie französischer Kriegsverbrecherprozesse in Japan und in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg analysiere und bewerte. Die Preisverleihung fand im französischen Außenministerium in Paris statt.


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