Universität KonstanzExzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Grenzerfahrungen im Kriegsgebiet – aus erster Hand berichtet

18. Juni 2008

Dr. Arne Perras, Afrika-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, erörtert in seinem Vortrag, warum es in vielen Ländern Afrikas immer wieder zu massiver Gewalt und Massenverbrechen kommt.

Konstanz, 18. 6. 2008: Am Donnerstag, 19. Juni, um 16.15 Uhr setzt ein Vortrag von Dr. Arne Perras, Afrika-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, die Vortragsreihe „Crises and Intervention – or Crisis of Interventionism?“ an der Universität Konstanz fort. Unter dem Titel „Grenzerfahrungen im Kriegsgebiet – Beobachtungen eines Korrespondenten“ spricht der promovierte Historiker und Journalist über die Gewaltentwicklung im östlichen und südlichen Afrika. Zu der Veranstaltung, die im Hörsaal R 611 der Universität Konstanz stattfindet, ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Perras ist einer der wenigen deutschen Journalisten, die regelmäßig vom afrikanischen Kontinent berichten, und einer der kenntnisreichsten europäischen Journalisten in Afrika überhaupt. Seine jüngste Reportage „Südafrika: Das Protokoll einer Menschenverbrennung. Ernestos tödlicher Irrtum“ in der Süddeutschen Zeitung schildert eindringlich die blutigen Ausschreitungen, die sich im Mai dieses Jahres in Südafrika gegen Ausländer – aus Mosambik, Simbabwe, Malawi – richteten.

In seinem Vortrag wird er über jüngste Eindrücke von den gewaltsamen innenpolitischen Entwicklungen in Simbabwe, Südafrika und dem Kongo berichten. Warum kommt es in diesen und anderen Ländern Afrikas immer wieder zu massiver Gewalt und Massenverbrechen? Und wie gestaltet sich unter solchen Umständen die Arbeit eines Journalisten? Der Vortrag versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben.

Zum Referenten: Arne Perras ist promovierter Historiker (Oxford) und Journalist. In seiner 2004 erschienen Dissertation „Carl Peters and German Imperialism 1856–1918. A Political Biography” gibt Perras die exemplarische Beschreibung eines „Kolonialpioniers“ in Deutsch-Ostafrika. Er war als freier Autor in Tansania, Indonesien und auf dem Balkan tätig. Als Politik-Redakteur und Parlamentskorrespondent arbeitete er für die Nürnberger Nachrichten, bevor er 2000 ins Ressort Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung wechselte. Seit 2006 ist er Afrika-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Kampala (Uganda).

Zur Vortragsreihe „Crises and Intervention – or Crisis of Interventionism?“: Vom 10. Juni bis zum 14. Juli 2008 tragen renommierte Diplomaten, Politiker, Regierungsvertreter und Journalisten an der Universität Konstanz ihre Einschätzungen zum Thema humanitäre Krisen, Interventionen und die Rolle der internationalen Gemeinschaft und ihrer Organisationen vor. Die Reihe wird vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft (insbesondere dem M.A.-Programm „Public Administration and Conflict Management“) der Universität Konstanz organisiert.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.exc16.de/cms/interventionism.html.


Kontakt

Claudia Marion Voigtmann
Tel. 07531 88-4741
E-Mail claudia.voigtmann[at]uni-konstanz.de

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